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Initiative S-O-Ess: Gemeinsames Engagement von Politik, Wirtschaft, Industrie, Mode und Werbung gegen Essstörungen
Prominente WienerInnen gegen den Schlankheitswahn
Donnerstag, 22. Februar 2007
Ein Netzwerk von VertreterInnen aus Politik, Wirtschaft, Industrie, Mode und Werbung stellte
am Mittwoch, 21. Februar 2007, bei einer gemeinsamen Pressekonferenz sein gemeinsames Engagement
gegen Essstörungen unter dem Titel " S-O-Ess – Initiative gegen Essstörungen" erstmals der
Öffentlichkeit vor.
Als Initiatorinnen setzen sich die Wiener Gesundheits- und Sozialstadträtin, Sonja Wehsely und die Frauengesundheitsbeauftragte der Stadt Wien, Beate Wimmer-Puchinger, gegen krank machende Vorbilder und für gesundheitsfördernde Maßnahmen im Kampf gegen Essstörungen ein.
Das Manifest
Gemeinsam wurde ein Manifest erarbeitet, das freiwillige Richtlinien und Selbstbeschränkungen
zur Umsetzung eines neuen, gesünderen Frauenbildes in der Öffentlichkeit enthält.
Ziele der Initiative
Durch gemeinsames Vorgehen und die enge Zusammenarbeit von Medien, Werbung, Wirtschaft, Mode und Industrie im Verbund mit GesundheitsexpertInnen sollen unrealistische – und somit gesundheitsschädigende – Frauen-Vor-Bilder korrigiert und gesundheitsförderliche Standards etabliert werden um der Entstehung von Essstörungen vorzubeugen.Studie belegt: Mehrheit der Österreicherinnen trägt Größe 40
Nährboden für das Auftreten von Essstörungen (Magersucht, Bulimie und Esssucht) sind unrealistische Schönheitsideale, die auf übertriebenem Schlankheits- und Jugendkult beruhen. Kommuniziert werden diese ungesunden Bilder vielfach durch Werbung. Eine aktuelle Studie der Karmasin Motivforschung im Auftrag der Stadt Wien belegt, dass 84 % der Österreicherinnen auf Grund medialer Vorbilder mit ihrem Körpergewicht unzufrieden sind. Bereits 40% haben mindestens ein Mal eine Diät gemacht. Als Motive für diese Diäten werden hauptsächlich Streben nach Schönheitsidealen und nach einem höheren Selbstwertgefühl genannt. Die Studie belegt weiters, dass die Mehrheit der Österreicherinnen (44 %) die Konfektionsgröße 40 trägt und nur rund 23 % die Größen 32 bis 36. Befragt wurden im Zeitraum Jänner und Februar 2007 insgesamt 287 Personen, davon 62 aus der Altersgruppe bis 30 Jahre, 104 Frauen zwischen 30 und 50 Jahren und 121, die 50 Jahre und älter sind.Slogan und Schleife gegen den Schlankheitswahn
Kein Körper ist perfekt und muss es auch nicht sein. Mit dem Slogan „No BODY is perfect“ soll die Abkehr vom übertriebenen Schlankheits- und Körperkult eingeläutet werden.Das Symbol dazu ist ein zerrissenes Maßband in Form einer Schleife. Die Anlehnung an das berühmte „Red Ribbon“ ist im Hinblick auf die große Zahl von an Essstörungen Leidenden berechtigt. Die Schleife symbolisiert das Ende des übertriebenen und gesundheitsschädigenden Schlankheitswahns. Es steht für Selbstbewusstsein und "Ich darf so bleiben, wie ich bin".
Unterstützen auch Sie die Initiative S-O-Ess mit Ihrer Unterschrift
Auf der Homepage www.s-o-ess.at können sich alle, die die Initiative unterstützen wollen, - egal ob Privatperson oder Unternehmen - auf einer Unterschriftenliste eintragen. Ein Newsletter wird alle UnterstützerInnen regelmäßig über die Erfolge der von S-O-Ess informieren.Das Manifest der Initiative, die konkreten Ziele, jede Menge Zahlen und Daten sowie die Möglichkeit zur Unterstützung der Initiative finden sich im Internet unter www.s-o-ess.at.
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