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Aktuelle Studie: Frauen werden medial zu dünn dargestellt
Karmasin.Motivforschung: 84% sind mit den medialen Vorbildern unzufrieden
Freitag, 13. April 2007
Diäten auch unter schlanken Frauen weit verbreitet
Um ihr Gewicht zu reduzieren, haben bereits 40% der Befragten eine oder mehrere Diäten gehalten. Auch Frauen mit kleineren Konfektionsgrößen streben nach dem medial vermittelten, irrealen Körperbild. 31% der Frauen mit Konfektionsgröße 32 bis 36 (!) haben schon mindestens eine Diät zur Gewichtsreduktion gemacht. In der Altersgruppe der 25-54jährigen hat jede 2. Frau schon Erfahrungen mit Diäten
Bedenkliche Diätmotivationen
Die bedenkliche Motivation dahinter für jede 2. Frau: „Um selbstbewusster und attraktiver zu sein“. Gerade diese Motivation birgt einen großen Risikofaktor für die Entwicklung von Essstörungen in sich. Jede 5. Frau gab als Grund für Diäten "dick sein", "Übergewicht zu haben" bzw. "hässlich sein" an. Grundsätzlich verändert sich die Motivation für Diäten mit dem Lebensverlauf. Während 34% der unter 30jährigen aus gesundheitlichen Gründen ihr Gewicht reduzieren will, sind es bei den über 50jährigen 53%. Das Streben nach Attraktivität ist in allen Altersgruppen mit 58% bzw. 60% der Hauptgrund zum Abnehmen.
Zusammenfassung
Die Mehrheit der österreichischen Frauen trägt Konfektionsgröße ab 40, mit Konfektionsgrößen bis 36 kann sich nur eine Minderheit (auch der jungen Frauen) identifizieren.
Dementsprechend werden Frauen in den Medien zu dünn dargestellt, das mediale
Bild entspricht nicht der Realität und zeichnet ein übertriebenes, nicht erreichbares Körperideal.
Diäten sind für jede zweite Frau zwischen 25 und 54 Jahren ein Thema.
Die Motive für eine Diät liegen stärker im Strebe nach medialen Schönheitsidealen und auch höherem Selbstwertgefühl als in gesundheitlichen Überlegungen.
Selbstwertgefühl wird also bei (jungen und auch schlanken!) Frauen stark über das Körpergewicht geprägt, wobei das medial vermittelte Körperideal übertrieben dünn und unerreichbar wahrgenommen wird. Ein Teufelskreis.
Befragt wurden im Zeitraum Jänner und Februar 2007 insgesamt 287 Personen, davon 62 aus der
Altersgruppe bis 30 Jahre, 104 Frauen zwischen 30 und 50 Jahren und 121, die 50 Jahre und älter
sind.
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