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Prominente Unterstützerinnen der "Initiative S-O-Ess“ gegen Schlankheitswahn

Top-Model Melanie Scheriau, Star-Fotografin Inge Prader, Frauenlauf-Gründerin Ilse Dippmann und 'departure' gegen den Schlankheitswahn

Freitag, 01. Juni 2007

Die "Initiative S-O-Ess“ gegen ungesunde Schlankheitsideale erhält immer breitere Unterstützung: Neben Starfotoggrafin Inge Prader und Ilse Dippmann, Gründerin des Österreichischen dm Frauenlaufes unterstützt nun auch Melanie Scheriau, internationales Top-Model aus Österreich, die von der Wiener Stadträtin Sonja Wehsely und der Wiener Frauengesundheitsbeauftragten gegründete Initiative.


Melanie Scheriau - Copyright Jones.at Melanie Scheriau, die 1996 beim „Super Model of the Year“-Contest entdeckt wurde und seitdem in der Welt der Supermodels in Modemetropolen wie New York, Paris, London oder Mailand, ihre zweite Heimat gefunden hat, nimmt sich bezüglich der in den Medien propagierten falschen Schönheits- und So-ist-man-cool-Ideale kein Blatt vor den Mund: „Es ist nicht cool, jede Nacht aus einem Nachtclub zu torkeln; es ist nicht cool, den ganzen Tag an einem Salatblatt herum zubeißen; es ist nicht cool, sich runterzuhungern, nur weil ich wie mein Lieblingsstar aussehen will. Cool ist, sich und seine Figur zu umarmen und sich zu akzeptieren wie man ist.“

Inge Prader - Copyright Inge Prader Inge Prader, heimische Starfotografin - neben der Mitarbeit an großen Werbekampagnen (unter anderem für die Firmen Jones, Hanro, Rewe, Vienna Airport, Ankerbrot, Bundy Bundy sowie Dorotheum Schmuck) eine hochgeschätzte und beliebte Celebrity-Fotografin, die bekannte internationale und nationale Gesichter wie jene von Dennis Hopper, Wolfgang Joop, Nena, Ronan Keating, Anna Netrebko, Christl Stürmer und Alfons Haider gekonnt in Szene gesetzt hat, schildert ihre Erfahrungen: „Seit Beginn meiner Tätigkeit als Modefotografin vor etwas weniger als 20 Jahren sind Models kontinuierlich schlanker geworden und mittlerweile bei einem Punkt angelangt, der jenseits jeder Vernunft und Ästhetik liegt. Zudem werden in den letzten Jahren Fotos in der Regel digital nachbearbeitet (z.B. die Beine verlängert), sodass Mädchen unweigerlich einem unerreichbaren Schlankheitsideal nachlaufen. Die sich daraus ergebenden physischen und psychischen Probleme sind offensichtlich und beklemmend mit anzusehen.Ich glaube, dass dieser tödliche Kreislauf nur zu durchbrechen ist, wenn sich das allgemeine Schönheitsideal in unserer Gesellschaft ändert. Dazu würde ich gerne meinen Beitrag leisten. Deshalb ist es mir ein Anliegen, die Initiative S-O-ESS zu unterstützen.“

Ilse Dippmann - Copyright Georg Diener, © Österreichischer Frauenlauf GesnbR Auch Ilse Dippmann, die dieses Jahr das 20-Jahr-Jubiläum des Österreichischen dm Frauenlaufen® feiert und in diesem Zeitraum mehr als 100.000 Frauen und Mädchen für den Laufsport begeistert hat, möchte einen Beitrag gegen Essstörungen leisten: „Der Österreichische dm Frauenlauf® unterstützt vor allem das natürliche Gesundheitsempfinden. Anstatt unrealistischen medialen Vor-Bildern hinterher zu hungern, sollen Mädchen und Frauen die Liebe zur Bewegung entdecken und sich dadurch wohl fühlen, zu sich und ihrem Körper stehen und sich so akzeptieren wie sie sind. "
   
Norbert Kettner von departure: "Mode ist Lebensgefühl und prägt nicht nur Lifestyle und Kultur, sondern ist auch Ausdruck und Parameter des Norbert Kettner - Copyright Martin Stöbich Status Quo einer Gesellschaft. Mode ist etwas Lustvolles und Kulinarisches, ebenso wie das Essen und beides ist für mich eng mit Lebensfreude verbunden. Als Österreichs einzige Wirtschaftsförderinstitution für Mode verstehen und achten wir die Gesetzmäßigkeiten des internationalen Modebusiness. Dessen identitätsstiftendes Moment – auch in gesellschaftspolitischen Fragen – wird vielfach unterschätzt. Gerade aber weil Mode eine zentrale Ausdrucksform unserer Gegenwartskultur ist, sollten auch kritischen Entwicklungen mit aller gebotenen Sensibilität, aber auch Augenmaß begegnet werden. Auch deshalb unterstütze ich die Initiative SO-ESS."

Prominente WienerInnen gegen den Schlankheitswahn


Unter dem Motto „No BODY is perfect“ gehen VertreterInnen aus Mode, Werbung, Medien, Wirtschaft, Industrie und Politik sowie GesundheitsexpertInnen seit kurzem neue Wege. Durch gemeinsames Vorgehen soll einem Hauptrisikofaktor für Essstörungen -  dem übertriebenen Schlankheitswahn unserer Gesellschaft – die Grundlage entzogen werden.  
 
Stadrätin Mag.a Sonja Wehsely - Copyright Peter Rigaud Bei einer Pressekonferenz am 21. Februar 2007 mit Gesundheitsstadträtin Mag. a Sonja Wehsely stellten Prominente wie Top-Model Cordula Reyer, Mode-Designer La Hong, Doris Rose (Geschäftsführerin und Eigentümerin des Modelabels „Jones“), Andrea Weidler (Geschäftsführerin „ Wiener Models“), Sophie Karmasin (Geschäftsführerin Karmasin Motivforschung) und Manfred Pichelmayer (Präsident des Österreichischen Werberates, Geschäftsführer der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation der Wirtschaftskammer Wien) die Initiative S-O-Ess vor, und setzen sich gegen krankmachende Vorbilder und für gesundheitsfördernde Maßnahmen im Kampf gegen Essstörungen ein. 

Kein Körper ist perfekt ...


...und muss es auch nicht sein. Mit dem Slogan „No BODY is perfect“ soll die Abkehr vom übertriebenen Cordula Reyer - Copyright Günter Parth Schlankheits- und Körperkult eingeläutet werden. Das Symbol der Initiative ist ein zerrissenes Maßband in Form einer Schleife. In Anbetracht der großen Zahl der von Essstörungen Betroffenen ist es an das bekannte „ Red Ribbon“ angelehnt. Das „No BODY is perfect“-Ribbon steht für Selbstbewusstsein und den Gedanken "Ich darf so bleiben, wie ich bin". Das Ribbon kann unter www.s-o-ess.at bestellt werden.
 
Details unter www.s-o-ess.at/foerderer/

 

 

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