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Essstörungen: Broschüre unterstützt ÄrztInnen

Je früher eine Essstörung erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen

Mittwoch, 10. November 2010

Niedergelassene ÄrztInnen jeder Fachrichtung sind meist die ersten AnsprechpartnerInnen für Mädchen und Frauen mit einer Essstörung. Nicht immer allerdings sind die Symptome eindeutig. Eine neue Broschüre zeigt auf, wie Essstörungen rasch erkannt werden und mit welchen Maßnahmen eine sinnvolle Behandlung eingeleitet werden kann.


Wann denken Sie an Essstörungen?
Etwa 200.000 Mädchen und Frauen erkranken in Österreich – Schätzungen zufolge – einmal in ihrem Leben an einer Essstörung. Die Diagnose einer Essstörung aber auch die Einleitung einer Behandlung erfordern profunde Kenntnis und viel Fingerspitzengefühl von Ärztinnen und Ärzten. Denn nicht immer kann eine Essstörung gleich als solche erkannt werden.

Unklare Symptomatik


Viel häufiger wenden sich Frauen und Mädchen mit diffusen Symptomen in einem frühen und schwer zu diagnostizierenden Stadium an ihre Ärztin/ihren Arzt. Eine neue Broschüre des Wiener Programms für Frauengesundheit will ÄrztInnen die Diagnostik und Behandlung von Essstörungen erleichtern. Die Broschüre trägt den Titel: „Wann denken Sie an Essstörungen“.

Konkrete Hilfestellung


„Essstörungen sind oft schwierig zu erkennen und noch schwieriger zu behandeln“, sagt die Wiener Frauengesundheitsbeauftragte Univ.-Profin. Drin. Beate Wimmer-Puchinger: „Mit dieser Broschüre möchten wir MedizinerInnen eine konkrete Hilfestellung an die Hand geben, die den Umgang mit essgestörten Mädchen und Frauen erleichtert und Hilfemöglichkeiten aufzeigt.“

Der Folder fasst die wichtigsten Symptome zusammen, erläutert Behandlungsstrategien und listet die wichtigsten Verhaltensmaßnahmen auf, die im Umgang mit essgestörten Frauen und Mädchen sinnvoll sind.

 Multidisziplinäres Team


Besonders hervorgehoben ist dabei die Notwendigkeit der Behandlung einer Essstörung im multidisziplinären Team aus ÄrztInnen, PsychotherapeutInnen und PsychologInnen. Weiters finden sich Ratschläge zum Umgang mit Patientinnen, die über Krankheitseinsicht verfügen ebenso wie über jene, bei denen diese noch nicht vorhanden ist.

Eine Checkliste am Ende der Broschüre listet die wichtigsten Maßnahmen auf, die ÄrztInnen für ihre essgestörten PatientInnen einsetzen können. Abgerundet wird die Broschüre mit einer Adressen- und Linkliste, die Beratungsstellen, ambulante und stationäre Betreuungseinrichtungen und Infobroschüren zu finden sind.

 

Hier können Sie die Broschüre herunterladen:  Broschüre "Wann denken Sie an Essstörungen?"

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