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Österreischischer Werberat unterstützt Initiative S-O-ESS
Gemeinsam gegen ungesunde Körperbilder in der Werbung
Donnerstag, 03. März 2011
Werbung steht im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Damit hat sie auch Vorbildfunktion. Ungeachtet des grundsätzlichen Rechts auf Freiheit zur Meinungsäußerung - und angesichts dessen rechtlicher Grenzen - trägt Werbung soziale Verantwortung, da Werbung Auswirkungen auf die gesellschaftliche Entwicklung haben kann. In dieser Verantwortung nimmt Werbung auf Rechte, Interessen und Gefühle von Einzelnen und Gruppen von Menschen Rücksicht.
„Im Zuge der Sozialisation können Botschaften, die durch Werbung vermittelt werden, sowohl bewusst als auch unbewusst die Wahrnehmung und Ausbildung von Identität, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, beeinflussen“, erklärt Michael Straberger, Präsident des Österreichischen Werberates. Gerade bei der Ausbildung der eigenen Körperwahrnehmung sind heranwachsende Menschen oftmals sensibel und nehmen scheinbare Ideale anders wahr. Die schlimmste Folge davon: Essstörungen.
Nur gemeinsam können Änderungen bewirkt werden
Der Österreichische Werberat war einer der ersten Unterstützer der Initiative „S-O-ESS – gegen ungesunde Körperideale“. Die Zusammenarbeit konnte 2009 mit der Überarbeitung des Selbstbeschränkungskodex der Werbewirtschaft (SBK) auf ein neues Niveau gehoben werden. Explizit wurde ein Passus in den SBK aufgenommen, der ausdrücklich darauf abzielt, dass Werbung nicht zu Essstörungen anregen soll (siehe SBK 1.4.1.2. unter www.werberat.at/gesundheit.aspx).
„Werbung arbeitet intensiv mit Bildern, idealisiert und akzentuiert – ist Botschafter und Mittler zugleich“, sagt die Geschäftsführerin des Österreichischen Werberates, Andrea Stoidl: „Wir unterstützten S-O-ESS, weil wir denken, dass wir nur gemeinsam nachhaltig etwas bewirken können. Die Werbewirtschaft möchte hier in einer Art Vorbildfunktion auch andere Branchen zu einem gemeinsamen aktiven Handeln animieren“.
Dieser Ansicht ist auch die Wiener Frauengesundheitsbeauftragte, Univ.-Profin. Drin. Beate Wimmer-Puchinger: „Wir freuen uns sehr über diese Unterstützung und wollen gerne dabei helfen, das Bewusstsein der österreichischen WerberInnen für dieses Thema zu verbessern.“
Neben der freiwilligen Selbstbeschränkung überlegen das Wiener Programm für Frauengesundheit und der Österreichische Werberat derzeit gemeinsam Schulungsmaßnahmen und die Erstellung von Informationsmaterialien für mehr Sensibilität in der Werbung.
Der Selbstbeschränkungskodex des Österreichischen Werberates kann hier nachgelesen werden: http://www.werberat.or.at/gesundheit.aspx.
Mehr Informationen zur Initiative „S-O-Ess“ – gegen ungesunde Körperideale finden Sie hier: http://www.s-o-ess.at/ und hier: http://www.essstoerungshotline.at/s-o-ess/
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