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Wiener Lehrkräfte engagieren sich in der Prävention von Essstörungen
Körperbild als zentrale Sorge von Mädchen und jungen Frauen
Dienstag, 24. Mai 2011
Denn: Aussehen und Gewicht sind zentrale Sorgen von Mädchen und jungen Frauen. Neun von zehn Mädchen und jungen Frauen sind mit ihrem Körper unzufrieden. Dieses Faktum hat für ihre Gesundheit Folgen. 40 Prozent der 10- bis 12-Jährigen machen sich Sorgen um ihr Gewicht, mehr als die Hälfte der 15-Jährigen hält Diäten und bis zu einem Viertel der Mädchen und Frauen experimentiert mit Abführmitteln, Diätpillen und Erbrechen, um ja nur nicht zuzunehmen. Essstörungen, Depressionen bis hin zum Wunsch nach Schönheitsoperationen schon im Jugendalter sind die Folgen.
Das Wiener Programm für Frauengesundheit organisierte daher einen ganztägigen Workshop für LehrerInnen, SchulärztInnen, SchulpsychologInnen, SchulsozialarbeiterInnen und ElternvertreterInnen zum Thema "How can schools promote a positive body image and prevent eating disorders". Der Workshop fand am 19. Mai im Festsaal des Wiener Stadtschulrates statt. Leiterin des Workshops war die kanadische Expertin Niva Piran. Piran, klinische und Gesundheitspsychologin und Professorin an der Universität in Toronto, ist seit 25 Jahren in der Prävention und Behandlung von Essstörungen vor allem an Schulen tätig. Sie engagiert sich für einen ganzheitlichen und partizipatorischen, also die ganze Schule und Schulgemeinschaft umfassenden Ansatz zur Prävention von Körperunzufriedenheit und somit Essstörungen. Piran fordert alternative Medienkampagnen an Schulen, die die Vielfalt des menschlichen Körpers zeigen und eine kritische Schulung und Auseinandersetzung mit Stereotypen zu Frauen- und Männerrollen. 90 TeilnehmerInnen waren von der Qualität des Workshops begeistert.
Die anwesenden SchulmitarbeiterInnen, die in Arbeitsgruppen mögliche Maßnahmen für ein positives Körperbild an Schulen erarbeiteten, bekräftigten nochmals die Wichtigkeit der Unterstützung zu einem Wohlfühlen im Körper: auch ihre Erfahrungen zeigen die große Verunsicherung und Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper unter den Jugendlichen.
Der Workshop ist ein Baustein des im Herbst an allen Wiener Schulen startenden Schulwettbewerbs "We like everyBODY! Unsere Schule ohne Schlankheitswahn", der vom vom Wiener Programm für Frauengesundheit konzipiert wurde. SchülerInnen der 8. und 9. Schulstufe werden aufgerufen, in Gruppen eine Kampagne zum Thema Körpergefühl und Vielfalt von Körperbildern für die eigene Schule zu entwickeln. Ziel der Initiative für gesunde Körperbilder in Schulen ist die Stärkung des Selbstbewusstseins und des Wohlbefindens der SchülerInnen.
Details zum Schulwettbewerb gibt es unter www.welikeeveryBODY.at

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