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Essstörungen belasten auch Angehörige
Grazer Selbsthilfegruppe gibt Rückhalt und Hilfe
Donnerstag, 05. Januar 2012
Erkrankt ein nahestehender Mensch an Anorexie oder Bulimie, wirft dies für die Angehörigen zwangsläufig eine Reihe von schwierigen oft quälenden Fragen auf. Wie soll ich mich verhalten? Was kann ich tun? Bin ich schuld? Habe ich das Recht wütend zu sein? In den meisten Fällen trägt das Umfeld der Betroffenen alleine und im Stillen diesen psychischen Druck. Durch die Unsicherheit und Verzweiflung im Umkreis der Betroffenen entwickelt sich schnell eine belastende Atmosphäre, die ein heilsames Miteinander in immer weitere Ferne rücken lässt.
Grazer Selbsthilfegruppe trifft sich jeden zweiten Donnerstag
Vor diesem Hintergrund hat der Dachverband der steirischen Selbsthilfegruppen und –organisationen eine Selbsthilfegruppe ins Leben gerufen, die den Angehörigen von Mager- und Essbrechsüchtigen die Möglichkeit gibt, sich auszutauschen, auffangen zu lassen sowie Gedanken, Ängste und Fragen offen auszusprechen.
Neben den kostenlosen, anonymen Treffen, bietet die Selbsthilfegruppe Hilfe und Unterstützung bei der Suche nach ärztlichen/ therapeutischen Einrichtungen, kümmert sich um Aufklärungsarbeit in öffentlichen Institutionen und stellt Literaturlisten, Audio- und Leseangebote bereit.
Des Weiteren wurde eine Hotline für eingerichtet, über die jeden Montag von 8:00 bis 18:00 unter der Nummer 0699/1600 5050 Angehörige von Menschen mit Essstörungen kompetent Rat, Hilfe und Information einholen können.
Selbsthilfegruppe
Termin: jeden zweiten Donnerstag des jeweiligen Monats um 19.00 Uhr
Ort: Selbsthilfekontaktstelle Stiermark
Leechgasse 30, 8010 Graz
Weitere Informationen:
www.magersucht.or.at
www.selbsthilfesteiermark.at
www.kinderpsychosomatik.at
Relevante Inhalte zum Thema Essstörungen sowie hilfreiche Kontaktadressen kompetenter Anlaufstellen für Betroffene und Angehörige werden unter www s-o-ess.at bereitgestellt.
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