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Erfolgreiches Schulsymposium "Der Kampf ums Gewicht"

150 LehrerInnen und SchulärztInnen nahmen an Konferenz im Wiener Stadtschulrat teil

Freitag, 30. März 2012

Gemeinsam mit dem Stadtschulrat für Wien veranstaltete das Wiener Programm für Frauengesundheit am 23. März das ganztägige Symposium "Der Kampf ums Gewicht - Möglichkeiten, Grenzen und Gefahrenpotentiale der schulischen Prävention". 150 LehrerInnen, SchulärztInnen und SchulpsychologInnen folgten interessiert den Vorträgen der sieben ReferentInnen.


Kampfgewicht80-90% der Frauen und Mädchen mit ihrem Körper und ihrem Gewicht unzufrieden – das ist die gesundheitsgefährdende Regel. Die Zahl bei Männern und Burschen steigt. Gerade junge Menschen in der Adoleszenz – also der Zeit der Ablösung vom Elternhaus und der Suche nach dem eigenen Platz in der Welt – sind anfällig für viele dieser sublimen Beeinflussungen. Der Glamour der medialen Welt mit ihrer oberflächlichen Star- und Prominentenkultur ist ein Risikofaktor, der Selbstbewusstsein und Selbstwert von jungen Menschen gehörig untergraben kann.
Der daraus resultierende Druck, der gesellschaftlich akzeptierten Körpernorm zu entsprechen und die zunehmende Angst, dick zu werden, kann zu gesundheitsschädigendem Verhalten (Diäten, Medikamente) führen, die  genau das Gegenteil des erhofften erreichen können: statt mit Diäten dünn zu werden, steigt durch den JoJo-Effekt das Gewicht. Aber ebenso sind psychische Probleme wie Essstörungen, Depressionen oder Störungen des sexuellen Erlebens die Folgen.

Die Schule nimmt als Schutzfaktor einen wichtigen Platz ein, hat es jedoch immer schwerer, den übermächtigen kulturellen und gesellschaftlichen Faktoren etwas entgegenzusetzen.
Das Symposium zeigt die Wichtigkeit eines positiven Körperbildes auf, den Einfluss der industriellen Ernährung bei der Entstehung von Übergewicht, hinterfragt das erhöhte Krankheitsrisiko von übergewichtigen Menschen. Konkret wird auf das zunehmend die Schulen belastende Phänomen der Essstörungen eingegangen und die Wichtigkeit des sensiblen Umgangs mit Sprache im Bezug auf den Körper. 

Diese Themen wurdem beim Symposium "Der Kampf ums Gewicht", das spezielle auf Schulen zugeschnitten wurde, angesproche.

Mag.a Michaela Langer, stellvertretende Leiterin des Wiener Programm für Frauengesundheit, eröffnete mit ihrem Vortrag "Der Kampf ums Gewicht", bei dem sie aufzeigte, dass Essstörungen und Adipositas zwei Seiten derselben Medaille der überidealisierung von Schlankheit sind. Univ. Prof. Ludwig Kramer, Internist, sprach zum manipulierten Appetit und die Einflusse der Lebensmittelindustrie. Das Spannungsfeld  von Ernährungsbildung zwischen gesunder Ernährung, Adipositas und Essstörungen beleichtete die Essstörungsexpertin Mag. Dr.in Karin Waldherr vom Ludwig-Boltzmann-Institut für Gesundheitsförderungsforschung und Univ. Prof. Thomas Dorner sprach "Übergewichtige Menschen - Höheres Krankheitsrisiko oder krank geredet" und wies darauf hin, dass ein höherer Body Mass Index - vor allem im Alter - auch Schutzfunktion haben kann und dass Untergewicht ebenfalls mit einem erhöhten Sterblichkeitsrisiko verbunden ist.

Elisabeth Jäger, Präsidentin der Adipositas-Selbsthilfegruppe, fesselte die ZuhörerInnen mit ihren sehr persönlichen Schilderungen und Eindrücken, die die Diskriminierung, unter dem Menschen mit Fettleibigkeit leiden, klar zum Ausdruck brachte. Christine Bischof, Leiterin der Hotline für Essstörungen, gab ganz konkrete Tipps und Ratschläge, wie LehrerInnen mit gefährdeten oder erkrankten SchülerInnen umgehen sollten und zuletzt beleuchtete Mag. Romeo Bissuti, Leiter des Männergesundheitszentrums MEN, die Situation von Burschen und fesselte die TeilnehmerInnen mit seinem spannenden Abschlussvortrag zu "Six-Pack, Muskeln und Anabolika".


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