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ZahnärztInnen als Vorhut bei Esstörungen
Hinweise auf eine Essstörung sehen achtsame ZahnärztInnen zuerst
Montag, 16. April 2012
Vom Ausbruch einer Essstörung bis zur fachlichen Diagnose durch einen Arzt/eine Ärztin oder PsychologIn vergehen oft Jahre. Deshalb kommt in Hinblick auf die Früherkennung den ZahnärztInnen eine wichtige Rolle zu. ZahnärztInnen sind jene medizinische Berufsgruppe, die eine Essstörung sehr schnell und eindeutig erkennen und intervenieren können. Schmerzempfindliche Zähne und Zahnfleischblutungen sind schmerzhafte Symptome, die Essgestörte oft schon in einem relativ frühen Stadium der Erkrankung zu einem Zahnarztbesuch bewegen. Allerdings sollten Anzeichen einer Essstörung auch im Zuge eines Kontrolltermines Beachtung geschenkt werden. Wichtig ist, dass Zahnärzte auf bestimmte Anzeichen sensibilisiert sind und den Konnex zu einer möglichen Essstörung herstellen.
Mund und Hand sprechen auch reglos Bände
Mundgeruch, sensible Zähne und erodierter Zahnschmelz sind Hinweise, die Zahnärzte in der Regel aufmerksam werden lassen, ob bei dem Patienten eine Essstörung zugrunde liegen könnte. Darüber hinaus sollte auch auf abgenutze Zähne, , gerissenen Lippen, Zahnfleischentzündungen oder auffälliger Mundtrockenheit geachtet werden. Auch Wunden im Rachenraum, wie sie durch äußerlich induziertes Erbrechen mittels in den Mundrachen geführter Gegenstände bzw. der eigenen Finger verursacht werden, können ein Hinweis auf Essstörungen sein.
Mit einem genauen Blick auf die Hände der PatientIn kann geprüft werden, ob Schürfspuren am Handrücken oder wunde Haut an den Fingern auf selbst herbeigeführtes Erbrechen hindeuten. Ebenso sollten geschwollene Halslymphknoten oder empfindliche Speicheldrüsen als Hinweis auf eine Essstörung ernst genommen werden.
Der Essstörung sensibel auf den Zahn gefühlt
Liegt der Verdacht auf eine Essstörung nahe, kann ein vertrauliches Gespräch über spezifische Beratungs- und Therapiemöglichkeiten den Anstoß für Betroffene geben professionelle Hilfe zu suchen. Hilfreiche diagnostische Fragen, die ein offenes Gespräch ermöglichen, finden interessierte ÄrztInnen in dem Info-Folder des Wiener Programms für Frauengesundheit „Wann denken SIE an Essstörungen? Früherkennung für ÄrztInnen in der Praxis“. Dieser kann heruntergeladen oder kostenlos bestellt werden.
Liegt eine Essstörung vor, ist eine regelmäßige Mundhygiene-Behandlung zur Vermeidung oder Abschwächung der Folgeschäden für die Zähne sehr empfehlenswert.
Download:
Folder „Wann denken SIE an Essstörungen? Früherkennung für ÄrztInnen in der Praxis“
Kostenlose Folderbestellung frauengesundheit@ma15.wien.gv.at
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