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Australien wird aktiv gegen Essstörungen

Die australische Regierung lernt von der Wiener Initiative gegen Essstörungen

Mittwoch, 05. Dezember 2007

Australische ExpertInnen erstellen im Auftrag der Regierung Empfehlungen, um ein positives Körperbild bei jungen Menschen zu unterstützen und so der Entwicklung von Essstörungen vorzubeugen. Auf Einladung der Regierung konnte die Wiener Frauengesundheitsbeauftragte die Initiative S-O-Ess gegen unerreichbare Schlankheitsideale vorstellen.


Copyright iStock_000004661111XSmall_Australien

Ein Round Table, der als Auftaktveranstaltung am 7. November 2007 in Adelaide stattfand, entwickelt Leitlinien für zukünftige Aktivitäten zu gesundem Gewicht, Körperbild und Essstörungsprävention und möchte Bewusstsein und Verständnis zu diesen Themen generieren und Empfehlungen für Aktivitäten abgeben.

Führende Persönlichkeiten aus den Bereichen der Gesundheit, Bildung, Jugend und Gemeinde in Südaustralien versammelten sich auf Einladung von Professor Ilona Kickbusch zum Body Image and Eating Disorder Roundtable. Professor Kickbusch, international renommierte Public Health Expertin, wurde von der australischen Regierung als Adelaide Thinker In Residence berufen. Kickbusch: „Zusätzlich zu den Gesundheitsauswirkungen auf den Einzelnen, die Familie und die Gemeinde sind Essstörungen ein ernsthaftes und oft unterschätztes Thema der Public Health. Aus diesem Grund ist es äußerst wichtig, diese Probleme nicht isoliert oder in einem einzigen Sektor zu behandeln. Zusammenarbeit ist hier unumgänglich.“

„Effektive Lösungen für Probleme wie Körperbild und Essstörungen können nur einem gemeinschaftlichen Regierungsansatz entspringen, einer Partnerschaft zwischen verschiedenen Gesellschaftsbereichen und bürgerlicher Beteiligung. Wir müssen Menschen befähigen, gesunde Entscheidungen zu treffen, indem wir neue Arten an Gesundheitsdeterminanten ansprechen, wie etwa Marketing und die Prominenten-Kultur.“

Hier griff Kickbusch die von der Wiener Stadrätin für Gesundheit und Soziales, Sonja Wehsely und der Wiener Frauengesundheitsbeauftragten, Beate Wimmer-Puchinger gegründete 'Initiative S-O-Ess gegen unerreichbare Schlankheitsideale' auf, die gemeinsam mit Entscheidungsträgern und Verantwortlichen aus Mode, Werbung, Medien, Show-Business, Wirtschaft und Industrie den krankmachenden 'Vorbildern' den Kampf ansagt. Als einzige ausländische Referentin konnte Wimmer-Puchinger die weltweit einzigartige Wiener Vorgehensweise im Kampf gegen den Schlankheitswahn präsentieren und so einen wichtigen Input für australische Präventionsmaßnahmen setzen.

Adelaide Thinkers in Residence ist eine Initiative der südaustralischen Regierung. Das Programm soll international anerkannte FachexpertInnen aus verschiedenen Bereichen nach Adelaide bringen und Südaustralien unterstützen, auf seine Kultur der Kreativität, Innovation und der Spitzenleistung zu bauen.

Details: Ilona Kickbusch;Adelaide Thinkers Residence

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