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Podiumsdiskussion: Körperbewusstsein und Weisheit

"Frau in der Wirtschaft" lädt "Weise Frauen" zur Diskussion

Donnerstag, 18. September 2008

"Frauen in der Wirtschaft" lud vergangenen Donnerstag - mit Unterstützung der Volksbank Wien - zur Podiumsdiskussion "Weise Frauen". Es fanden sich über 100 interessierte Frauen zur interdisziplinären Auseinandersetzung in der Volksbank in Wien zusammen, um gemeinsam mit den Teilnehmerinnen der Podiumsdiskussion den immateriellen weiblichen Kulturgütern nachzuspüren und über den Stellenwert in der heutigen Zeit zu diskutieren.


Teilnehmerinnen-Copyright Wirtschaftskammer Wien - Frau in der WirtschaftAm 11. September lud die Wirtschaftskammer zur Frau in der Wirtschaft zu einer Podiumsdiskussion „Weise Frauen“ in die Volksbank, Filiale Schottenring, in Wien ein.
„Frauen spielten schon immer eine wichtige Rolle in unserer Kulturgeschichte - sei es als Göttinnen oder Gestirne, als Heilerinnen oder Hebammen.“ Hintergrund der Diskussion war es, gemeinsam diesen immateriellen weiblichen Kulturgütern nachzuspüren und über ihren Stellenwert in der heutigen Zeit zu diskutieren. Die vier TeilnehmerInnen der Podiumsdiskussion Frau Mag.a Martina Bauer (von der Volksbanken Consulting AG), Frau Mag.a Michaela Langer (Psychologin und Projektleiterin 'Prävention von Essstörungen' im Wiener Programm für Frauengesundheit), Frau Sissy Theurer (selbständige Astrologin und Energetikerin) sowie Frau Mag.a Maria Walcher (Generalsekretärin der Österreichischen UNESCO-Kommission und Leitern der Nationalagentur für das immaterielle Kulturerbe) teilten angeregt ihre Weisheit mit dem interessierten Publikum. Durch den Abend führte Frau Hedwig Schnabel (Vorsitzende der Frau in der Wirtschaft/Wirtschaftskammer Wien) und Gastgeberin Bianca Haas (Volksbank Wien).
 
„Für mich ist Weisheit sowohl ein Prozess wie eine Eigenschaft. Es ist ein nährender Trank aus Lebenserfahrung, Wissen, Motivation und Mut.“ Mit diesen Worten eröffnete Frau Mag.a Martina Bauer die Diskussion und stellte weiters fest, dass vor allem die Empathie zu ihrem eigenen Tun Frauen auszeichnet.Podium - Copyright Wirtschaftskammer Wien - Frau in der Wirtschaft
 
Frau Mag.a Michaela Langer, Leiterin der „Wiener Initiative gegen Essstörungen“ im Wiener Programm für Frauengesundheit weist darauf hin, dass weibliche Weisheit in erster Linie eine Sache der Reflektion ist, über das eigene Tun, die Erkenntnis und die Zufriedenheit. Doch diese Weisheit wird durch die Unzufriedenheit mit dem Körper, die durch den medialen Druck unheimlich gefördert wird, behindert. Beispielhaft dafür stellt sie die Aktion „No body is perfct“ vor, die sich seit 10 Jahren mit der Prävention von Essstörungen beschäftigt. Als Weisheit in diesem Zusammenhang bezeichnet sie es, sich nicht von virtuellen, unrealistischen Bildern vergiften zu lassen.
 
Für die Astrologin und Energetikerin Sissy Theurer kommt die Weisheit aus dem Wissen und braucht die Erfahrung um sich zu entfalten. Darüber hinaus ruft sie am Weg zur Weisheit zur „Egozentrik“ auf um nach Innen zu wachsen und in Ruhe zu sich selbst zu finden.
 
Mag.a Maria Walcher sieht im Gegenzug dazu als Volkskundlerin die Aufgabe der „weisen Frauen“ im Tradieren von Wissen, wie nicht dokumentierte Kochrezepte, familiäre Heilverfahren aus Küche und Garten, welche alle weibliche Weisheiten sind. Sie weist allerdings weiters darauf hin, dass wir durch das Auslagern aller Kompetenzen (sich bekochen, heilen, pflegen lassen) die Kompetenz zur Eigenverantwortung verlieren, die man gerade bei Kindern aktivieren müsste.
 Publikum - Copyright Wirtschaftskammer Wien - Frau in der Wirtschaft
In der Schlussrunde der lebhaften Diskussion wurden die Referentinnen noch nach Tipps gefragt, mit deren Hilfe Frauen ihren Draht zur inneren Weisheit finden können, welche die Besucherinnen anschließend noch um Methoden, in Ruhe auf sein Innerstes zu hören und Praktiken zum Austausch mit anderen, bereicherten.
Frau Mag.a Maria Walcher beschreibt abschließend den weiblichen Weisheitstransfer durch das Symbol der Karawane: „Wir stehen in der Mitte der Karawane. Die Spitze vor uns ist unsere Vergangenheit, denn die hat bereits erlebt, wo wir jetzt sind. Und die hinter uns sind die Zukunft, denn die kommen erst an den Ort, wo wir jetzt sind. Es ist manchmal heilsam, seine eigenen Positionen durch die Augen anderer zu sehen.
 
 
Weitere Informationen zur Diskussion sowie Fotos finden Sie hier (unter http://www.frauinderwirtschaft.at/ka/nle/99/)

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