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Internationale ExpertInnen, Jahrhundertmenschen und eine Filmpremiere: Das war die Enquete „Der gemachte Körper“.

Dienstag, 17. Februar 2009

Regen Zulauf fand die hochkarätig besetzte Tagung „Der gemachte Köper“ am 27. und 28. November im Wiener Rathaus. Über 400 BesucherInnen kamen zu den Vorträgen der internationale ExpertInnen, die Körperbilder zwischen Schlankheitswahn, Schönheitskult und Natürlichkeit diskutierten und analysierten.


© Foto Jobst. Stadträtin Mag.a Sonja Wehsely„Der ‚gemachte Körper’ ist in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen. Jede vierte Österreicherin kann sich schon eine Schönheitsoperation vorstellen, ca. 50.000 Österreicherin legen sich jährlich tatsächlich unter das schönheitschirurgische Messer, an die 200.000 Frauen leiden an Essstörungen“, berichtete Gesundheits- und Sozialstadträtin Mag.a Sonja Wehsely bei der Eröffnung der internationalen Tagung „Der gemachte Körper – Körperbild(er) zwischen Schlankheitswahn, Schönheitskult und Natürlichkeit“. Hinter diesen besorgniserregenden Trends steht das Propagieren von unerreichbaren Schönheitsidealen, deren versuchte Erfüllung zu einem boomenden Wirtschaftszweig in den modernen Gesellschaften der Industriestaaten geworden ist. 


© Foto Jobst. Univ.-Prof. Dr. Konrad Paul LiessmannDies macht einen internationalen und interdisziplinären Austausch zum Thema Körperbilder umso wichtiger, für den die Tagung den geeigneten Raum bot, wie die Wiener Frauengesundheitsbeauftragte a.o. Univ.-Prof.in Dr.in Beate Wimmer-Puchinger betonte. „Hier werden an zwei Tagen Themen verhandelt, die unser gesamtes Leben betreffen und über Medien international verbreitet werden.“ So näherten sich u.a. Philosoph Konrad Paul Liessmann, die Schweizer Public Health-Expertin Ilona Kickbusch, die amerikanisch Psychologin Linda Smolak, die britische Therapeutin Susie Orbach und die Historikerin Gabriele Sorgo dem vielschichtigen Phänomen des „gemachten Körpers“ aus gesundheitlicher, medizinischer, psychologischer, soziologischer, philosophischer und kulturgeschichtlicher Sicht.

 

© Foto Jobst. Regisseur Darryl RobertsIm Rahmen der Tagung feierte auch der US-Dokumentarfilm „America the Beautiful“ in Anwesenheit des Regisseur Darryl Roberts Europa-Premiere. Anhand der Geschichte des Teenager-Models Gerren Taylor reflektiert Darryl Roberts über den Schönheitskult in einer Celebrity-geprägten Medienwelt und versucht der Frage nachzugehen, ob Amerika als Sinnbild der westlichen Welt von einer ungesunden, zwanghaften Vorstellung von Schönheit besessen ist.

Mehr Informationen zum Film „America the Beautiful“ finden Sie hier,

 

© Foto Jobst. JahrhundertmenschausstellungEinen beeindruckender Gegenpol zu modernen Schönheitsidealen und zum herrschenden Jugendkult bot die vielbeachtete deutsche Ausstellung „Jahrhundertmensch“. Der Fotograf Karsten Thormaehlen präsentierte großformatige Porträts von Hunderjährigen, die mit Zitaten zum Thema Altern aus Gesprächen der Modelle mit Barbara Hardinghaus ergänzt wurden. Die berührende und ungewöhnliche Ausstellung wurde im Rahmen der Enquete erstmals in Österreich gezeigt.

Informationen zur Ausstellung „Jahrhundertmensch“ finden Sie hier.

 

 

 

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