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Zehn Jahre Essstörungshotline: Die Feier

Donnerstag, 19. Februar 2009

Am 18. November 2008 feierte die Hotline für Essstörungen ihren 10. Geburtstag mit einem rauschenden Fest im "Theater des Augenblicks".


Hotline-Managerin Mag.a Michaela Langer und Frauengesundheitsbeauftragte Prof. Beate Wimmer-PuchingerSeit 1998 ist die Hotline für Essstörungen in Betrieb; über 18.000 Menschen haben sich seitdem mit ihren Anliegen, Fragen und Problemen an die Beraterinnen gewannt. Als erste europäische Stadt startete Wien im Rahmen des Wiener Programms für Frauengesundheit eine umfassende Initiative zur Prävention von Essstörungen. Bezogen auf die österreichische Gesamtbevölkerung leiden von allen 15- bis 20jährigen Frauen und Mädchen mindesten 2.500 an Magersucht und über 5.000 an einer subklinischen Essstörung, also an einer leichteren Verlaufsform. Insgesamt geht man von über 200.000 ÖsterreicherInnen aus, die zumindest einmal in ihrem Leben an einer Essstörung erkranken. Alleine in Wien haben derzeit mehr als 2.000 Mädchen und rund 100 Burschen ein akutes Risiko, an einer Magersucht oder eine Bulimie zu erkranken.
 
Das Team der Essstörungshotline setzt sich aus Psychotherapeutinnen sowie aus Lebens- und Sozialberaterinnen zusammen. Beraten wird über die Gratishotline, die unter der Nummer 0800-20 11 20 zu erreichen ist. Zusätzlich wird seit 2003 eine Emailberatung durch die Mitarbeiterinnen der Hotline angeboten, die sehr gut angenommen wird.
 
StR Mag.a Sonja Wehsely und Prof. Beate Wimmer-PuchingerDie Erfolge der Hotline in der Präventions- und Beratungsarbeit wurde am 18. November entsprechend gefeiert. Ein Lob erhielten die Mitarbeiterinnen der Hotline von Gesundheits- und Sozialstadträtin Mag.a Sonja Wehsely, die die Wichtigkeit der Einrichtung als gesundheitspolitisches Instrument in der Früherkennung von Essstörungen betonte. Auch die Wiener Frauengesundheitsbeauftrage, a.o. Univ.-Profin Drin Beate Wimmer-Puchinger zollte ihren Mitarbeiterinnen Anerkennung und schilderte in ihrer Ansprache die Nöte und Sorgen, mit denen sich die AnruferInnen an die Betreuerinnen wenden.
Während sich manche AnruferInnen über Therapieplätze und –möglichkeiten informieren, ist oft das Bedürfnis nach Aussprache die größte Motivation, zum Hörer zu greifen. Die Hotline wird jedoch nicht nur von Betroffenen frequentiert. Auch Angehörige und FreundInnen melden sich häufig ratsuchend an die Hotline. 
 
 
Publikum_10JahreIm Rahmen des Festes wurde das Theaterstück „Kohldampf – Hunger im Schlaraffenland“ uraufgeführt. Das internationalen Künstler-Kollektiv „konnex unter der Leitung der Tänzerin und Choreografin Aurelia Staub inszenierte ein lustvolles Tanztheater zum Thema Essen und präsentierten ein sinnliches Potpourri aus Geschmack, Geruch und Klang.
Die Rounder Girls bereicherten das Fest mit ihren beeindruckenden Soulstimmen und legten einen fulminanten Auftritt hin.
Bis spät in die Nacht feierten UnterstützerInnen, KooperationspartnerInnen und Mitarbeiterinnen den runden Geburtstag der Essstörungshotline und die erfolgreiche und bedeutende Pionierarbeit der letzten zehn Jahre.

 

 

Hier finden Sie den 10- Jahresbericht der Hotline für Essstörungen.

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