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Deutschland: Initiative gegen Schlankheitswahn veranstaltet fachlichen Dialog zu Essstörungen

Rund 150 ExpertInnen versammelten sich am 12.-13. Februar zum Austausch in Berlin

Mittwoch, 25. Februar 2009

Das deutsche Bundesministerium für Gesundheit unter der Leitung von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt veranstaltete im Zuge der seit einem Jahr in Deutschland laufenden Kampagne „Leben hat Gewicht – gemeinsam gegen den Schlankheitswahn“ am 12. und 13. Februar 2009 einen 2tägigen Essstörungskongress.


Im Zentrum stand laut Rolf Schwanitz, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit, der den Fachkongress in Vertretung von BM Ulla Schmid eröffnete, „die unterschiedlichen Unterstützungssysteme besser aufeinander abzustimmen und den Betroffenen integrierte, niedrigschwellige Anlaufstellen besser zugänglich zu machen.“ Ebenso wurden Qualitätsanforderungen an die verschiedenen Angebote, eine zielgruppengerechte Ansprache, um die Betroffenen und deren Umfeld tatsächlich zu erreichen, und ein Erfahrungsaustausch mit anderen europäischen Ländern zum Thema gemacht. 


Das Wiener Programm für Frauengesundheit, selbst seit zwei Jahren mit der „Initiative S-O-Ess – gemeinsam gegen den Schlankheitswahn“ aktiv, nutzte die Gelegenheit zum Austausch mit den deutschen Initiatorinnen und ExpertInnen. Die Wiener Frauengesundheitsbeauftragten, a.o. Univ.-Prof.in Dr.in Beate Wimmer-Puchinger, nahm auch an einer lebhaften Podiumsdiskussion zum Einfluss der Medien auf Körperzufriedenheit und Essverhalten teil. Gemeinsam mit VertreterInnen der Werbeindustrie und der Plattform jugenschutz.net sowie einer Redakteurin der Zeitschrift „Brigitte“ diskutierte Wimmer-Puchinger über Magermodels, Pro-Ana-Websites und Frauenkörper in Werbespots.
Mit der Initiative „Leben hat Gewicht“ hat die deutsche Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt eine breite gesellschaftliche Debatte angestoßen. Dabei wird sie von den Bundesministerinnen Ursula von der Leyen und Annette Schavan sowie zahlreichen deutschen Prominenten und einem Expertengremium unterstützt. Denn das Thema Schlankheitswahn und Essstörungen ist auch in Deutschland brandheiß: der Kinder- und Jugendsurvey des Robert-Koch-Instituts belegt, dass jeder fünfte Jugendliche in Deutschland – in den meisten Fällen sind es Mädchen und junge Frauen – bereits Symptome einer Essstörung bzw. eines gestörten Essverhaltens aufweist. 56 Prozent der 13-14jährigen wären gerne dünner.
„Leben hat Gewicht" ist Teil des Nationalen Aktionsplans „IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“.

 

Die Präsentationen der Vortragenden finden Sie hierPower Point Präsentationen und Abstract


www.leben-hat-gewicht.de

www.in-form.de

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