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Gegen Verherrlichung von Essstörungen im Internet
Deutsches Bundesfamilienministerium gibt Broschüre für Eltern, PädagogInnen und ProviderInnen heraus
Montag, 16. März 2009
Ein Viertel aller deutschen Mädchen im Alter zwischen elf und 17 Jahren leidet an Magersucht (Anorexia nervosa) und Ess-Brech-Sucht (Bulimia nervosa) – Tendenz steigend. Unterschätzt wird oft die Gefährlichkeit der Erkrankungen: Rund 20% der Betroffenen sterben.
Unterschätzt wird auch der Einfluss des Internets auf die jungen Mädchen und Burschen: In Chatforen und auf Websites werden Anorexie und Bulimie verharmlost und verherrlicht. Verniedlichend werden hier Anorexie „Ana“ und Bulimie „Mia“ genannt und die Erkrankungen als Teil eines erstrebenswerten Lifestyles dargestellt. In den Foren entsteht schell ein gefährliches Überlegenheitsgefühl unter den Nutzerinnen und Nutzern, die sich gegenseitig in ihrer verzerrten Realitätswahrnehmung bestärken.
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat deshalb gemeinsam mit der länderübergreifenden Initiative "jugendschutz.net" eine Informationsbroschüre für Eltern, pädagogische Fachkräfte und ProviderInnen entwickelt. Die Broschüre gibt Auskunft über Pro-Ana/-Mia-Websites und zeigt, wie man solche Homepages erkennt, warum diese so gefährlich sind und was man dagegen unternehmen kann.
Pro-Ana/-Mia-Websites können unter hotline@jugendschutz.net oder hier gemeldet werden.
Die Broschüre „Gegen Verherrlichung von Essstörungen im Internet. Ein Ratgeber für Eltern, pädagogische Fachkräfte und Provider“ kann über das deutsche Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) bezogen werden und steht unter der Rubrik „Publikationen“ auf www.bmfsfj.de zum Download bereit.
Der Abschlussbericht der Recherche zu Pro-Anorexie-Angeboten des jugenschutz.net steht hier zum Download bereit.
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