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Bulimie - Ess-Brech-Sucht

“Irgendwann dachte ich nur noch an Essen und Kotzen. Und ich weiß jetzt: nachher fühlst du dich noch schlechter als zuvor.”

Der Einstieg in die Bulimie erfolgt oft im Zuge einer Diät. Betroffene verstecken ihre Krankheit. Sie stopfen Lebensmittel in sich hinein und führen anschließend Erbrechen herbei – aus Angst vor Gewichtszunahme. Oft handelt es sich um scheinbar selbstbewusste, beliebte junge Frauen, die sich innerlich verzweifelt und leer fühlen. 

 

Diagnosekriterien nach DSM-IV

  • Wiederholte Episoden von Heißhungerattacken (schnelle Aufnahme einer großen Nahrungsmenge innerhalb einer bestimmten Zeitspanne)
  • Das Gefühl, das Essverhalten während der Fressanfälle nicht unter Kontrolle halten zu können
  • Um einer Gewichtszunahme entgegen zu steuern, greifen Betroffene regelmäßig zu Maßnahmen wie selbstinduziertes Erbrechen, Gebrauch von Laxantien (Abführmittel) und Diuretika (Entwässerungsmittel), strengen Diäten, Fastenkuren oder übermäßiger körperlicher Betätigung
  • Durchschnittlich mindestens zwei Essattacken pro Woche über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten
  • Andauernde und übertriebene Beschäftigung mit Figur und Gewicht

 

Diagnosekriterien nach ICD-10

  • Häufige Episoden von Fressattacken (in einem Zeitraum von 3 Monaten mindestens einmal pro Woche), bei denen große Mengen an Nahrung in sehr kurzer Zeit konsumiert werden.
  • Andauernde Beschäftigung mit dem Essen, eine unwiderstehliche Gier oder Zwang zu essen.
  • Die PatientenInnen versuchen, der Gewichtszunahme durch die Nahrung mit einer oder mehreren der folgenden Verhaltensweisen entgegenzusteuern:
    • selbstinduziertes Erbrechen
    • Missbrauch von Abführmitteln
    • zeitweilige Hungerperioden
    • Gebrauch von Appetitzüglern, Schilddrüsenpräparaten oder Diuretika.
  • Selbstwahrnehmung als "zu fett", mit einer sich aufdrängenden Furcht, zu dick zu werden (was meist zu Untergewicht führt).

 

Die körperlichen Folgeschäden

  • Schwellungen der Speicheldrüsen
  • Schäden am Zahnschmelz
  • Einrisse der Speiseröhre
  • Schäden an Magenwand und Nieren
  • Herzrhythmusstörungen
  • Ausbleiben der Monatsblutung

 

Zahlen und Fakten

  • Prävalenzrate liegt zwischen 2-4%
  • Auftretenswahrscheinlichkeit der Bulimie ist dreimal höher als die der Magersucht
  • 11,5-13,5 Neuerkrankungen pro Jahr pro 100.000 Einwohner
  • höchste Anzahl von Neuerkrankungen bei Mädchen und jungen Frauen zwischen 20 und 24 Jahren
  • 0,4% der Erkrankten sterben durchschnittlich pro Jahr an Bulimie bzw. den Folgen

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