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Magersucht

“Ich will endlich auf die große Lüge Magersucht pfeifen, auf die verdammte Stärke, die gar keine ist, auf die erhungerte Aufmerksamkeit und Zuwendung.”

Magersucht ist eine schwere Krankheit. Betroffene fühlen sich – unabhängig vom tatsächlichen Körpergewicht – dick wie eine Tonne. In ihrer Hungerwelt sind sie wie gefangen. Sie suchen oft Selbstbestätigung, enden aber vielfach in Zwängen und Einsamkeit.

 

Diagnosekriterien nach DSM-IV

  • Die Einschränkung der Energiezufuhr relativ zum Bedarf führt zu einem signifikant niedrigen Körpergewicht
  • Störungen der eigenen Körperwahrnehmung hinsichtlich Gewicht, Größe oder Form, wobei die Bedrohlichkeit des eigenen Untergewichts bestritten und gleichzeitig dem Körpergewicht bzw. der Körperfigur eine ungewöhnlich große Bedeutung für das Selbstwertgefühl zugeschrieben wird.
  • Starke Angst vor Gewichtszunahme oder Angst vor dem Dickwerden, obgleich Untergewicht besteht

 

Diagnosekriterien nach ICD-10

  • Gewichtsverlust oder bei Kindern fehlende Gewichtszunahme. Dies führt zu einem Körpergewicht von mind. 15% unter dem normalen oder dem für das Alter und die Körpergröße erwarteten Gewichts.
  • Der Gewichtsverlust ist selbst herbeigeführt durch Vermeidung von "fett machenden" Speisen.
  • Selbstwahrnehmung als "zu fett" verbunden mit einer sich aufdrängenden Furcht, zu dick zu werden. Die Betroffenen legen für sich selbst eine sehr niedrige Gewichtsschwelle fest.
  • Umfassende endokrine Störung der Hypothalamus-Hypophyse-Gonaden-Achse; sie manifestiert sich bei Frauen als Amenorrhoe, bei Männern als Interesseverlust an Sexualität und Potenzverlust.

 

Die körperlichen Folgeschäden

  • Absinken von Puls, Blutdruck und Körpertemperatur
  • Osteoporose
  • Herz- und Kreislaufprobleme 
  • Müdigkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Verstopfung
  • Brüchige Haare
  • Zahnschäden
  • Veränderung der Körperbehaarung
  • In schweren Fällen besteht Lebensgefahr

 

Zahlen und Fakten

  • Prävalenzrate liegt zwischen 0,3-1,5%
  • Mädchen zwischen 14 und 19 Jahren stellen 40% aller Erkrankten bzw. 60% der weiblichen Betroffenen dar
  • Verhältnis zwischen erkrankten Männern und Frauen liegt bei 1:10
  • 8 Neuerkrankungen pro Jahr pro 100.000 Einwohner
  • Magersucht ist die psychische Krankheit mit der höchsten Sterblichkeitsrate

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