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Nicht näher bezeichnete Essstörungen

Hierunter fallen Essstörungen, welche die Kriterien für eine spezifische Essstörung wie Magersucht, Bulimie oder Ess-Sucht nicht erfüllen.

Folgende Fälle gehören dazu:

  • Bei einer Frau sind sämtliche Kriterien der Magersucht erfüllt, außer, dass die Frau eine regelmäßige Menstruation hat.
  • Sämtliche Kriterien der Magersucht sind erfüllt, nur liegt das Körpergewicht der Person trotz erheblichen Gewichtsverlustes noch im Normalbereich.
  • Sämtliche Kriterien der Bulimie sind erfüllt, jedoch sind die “Fressattacken” und das unangemessene Kompensationsverhalten (z.B. Erbrechen) weniger häufig als zweimal die Woche für eine Dauer von weniger als drei Monaten.
  • Die regelmäßige Anwendung unangemessener, einer Gewichtszunahme gegensteuernder Maßnahmen durch eine normalgewichtige Person nach dem Verzehr kleiner Nahrungsmengen (z.B. selbst herbeigeführtes Erbrechen nach dem Verzehr von zwei Keksen).
  • Wiederholtes Kauen und Ausspucken großer Nahrungsmengen, ohne sie hinunterzuschlucken.
  • Ess-Sucht: Wiederholte Episoden von “Fressattacken” ohne die für die Bulimie typischen regelmäßigen, einer Gewichtszunahme gegensteuernden Maßnahmen (z.B. selbst herbeigeführtes Erbrechen)

Zahlen und Fakten

  • Prävalenzrate liegt zwischen 13-14,6%
  • größte Gruppe der Essstörungen in der klinischen und therapeutischen Praxis

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