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Ursachen für Essstörungen
Die Ursachen für Essstörungen sind immer multifaktoriell und niemals eindimensional zu sehen.
Ein wichtiger Faktor (neben familiären, persönlichen und biologischen Ursachen) für das Auftreten
von Essstörungen ist der gesellschaftliche Schlankheits- und Jugendkult, der einen
gesellschaftlichen Hintergrund bietet, auf dem Essstörungen gedeihen.
Mediale Bilder, die extreme Schlankheit propagieren, eine bestimmte Körperästhetik vermitteln
und diese mit Anerkennung, Erfolg, Glück und Selbstwert verknüpfen, können fatale Folgen haben.
Sich diesen - scheinbar Erfolg verheißenden - Idealen äußerlich anzunähern, wird schnell zur
Lösungsstrategie für innere Konflikte. Die körperliche Erscheinung „Je dünner, desto schöner“ wird
eng mit psychischen Befindlichkeiten verbunden: Liebens-, begehrenswert und anerkannt zu sein.
Dieser Gedanke kann schnell den Weg in eine Essstörung ebnen.
Als Risikofaktor für die Entwicklung einer Essstörung gilt die Unzufriedenheit mit dem
eigenen Körper. Diese ist in westlichen Industrieländern eindeutig höher als in sogenannten
Entwicklungsländern. Diäten sind als Hochrisikofaktor für die Entstehung von Essstörungen zu sehen.
Folgende Einflussfaktoren nehmen auf die Entstehung von Essstörungen Einfluss:
- soziokulturelle Faktoren
- familiäre Faktoren
- individuelle und Persönlichkeitsfaktoren
- biologische Faktoren
Risiko- und Schutzfaktoren für die Entwicklung von Essstörungen (nach Kolip 1998)
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