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Biologische Faktoren

Folgende biologische Faktoren unterstützen unter Einwirkung zusätzlicher Faktoren die Entwicklung einer Essstörung.

 

Neurobiologische Veränderungen

Der Hypothalamus ist für die Hunger- und Sättigungsregulation im Körper verantwortlich. Entsprechend können Dysfunktionen in diesem Bereich, beispielsweise ausgelöst durch frühkindliche Hirnschädigungen bzw. Geburtstraumata, die Hunger- und Sättigungsregulation dadurch stören, dass verschiedene Hormone nicht mehr an Nahrungsaufnahme gekoppelt ausgeschüttet werden. Diese Störungen der Hormonherstellung führen nachfolgend zu Appetitlosigkeit oder gegenteilig zu Überessen und Heißhunger.

Körperliche Faktoren

Als Risikofaktor gilt ein biologisch höheres Gewicht bei normaler Nahrungsaufnahme, da ein höherer BMI häufiger mit einem negativeren Körperbild einhergeht. Für die Betroffenen bedeutet dies, dass das angestrebte Schlankheitsideal nur durch eine deutliche Einschränkung der Nahrungszufuhr erreicht werden kann und damit die Wahrscheinlichkeit an einer Erkrankung einer Essstörung erhöht wird.

Ernährungsphysiologische Faktoren

Es gibt Hinweise darauf, dass Mütter mit Essstörungen ihre Kinder eher nach externen Zeitgebern gefüttert haben, anstatt auf die Hungersignale der Kinder zu achten. Die Hunger- und Sättigungswahrnehmung wird so möglicherweise gestört, so dass das Essverhalten weitgehend durch Auslösereize in der Umgebung (Verfügbarkeit von Nahrung) oder durch Kognitionen ("12 Uhr - es ist Essenszeit") gesteuert wird. Durch die weggefallene Sättigungswahrnehmung ist das Risiko, sich zu überessen und langfristig bei Vorhandensein weiterer Risikofaktoren eine Essanfallstörung zu entwickeln, hoch.

Ernährungsphysiologische Aspekte spielen auch in der Aufrechterhaltung einer Essstörung eine Rolle.

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