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World Wide Charta

Ausgangslage

Interessensvertreter aus über 46 Ländern haben eine Weltweite Charta für Essstörungen, für die Rechte und berechtigten Erwartungen von Menschen mit Essstörungen und ihren Angehörigen erarbeitet.

Diese weltweite Charta wurde im Juni 2006 auf dem Weltkongress der Academy for Eating Disorders (AED) in Barcelona verabschiedet und vom Wiener Programm für Frauengesundheit mitunterzeichnet. Diese Charta beinhaltet die Rechte und berechtigten Erwartungen von Menschen mit Essstörungen und zeigt, dass es auf der ganzen Welt gemeinsame Prinzipien gibt, die Essgestörte, ihre Angehörigen und ihre Behandler verbinden.

 

Grundgedanke

Der Grundgedanke der Charta ist eine Partnerschaft zwischen PatientInnen, ihren Angehörigen, den Betreuern und Behandlern, die die entscheidende Basis jeder qualitativ guten Behandlung in spezialisierten Behandlungseinrichtungen und Praxen für Essstörungen ist.

Qualitätsstandards für eine spezialisierte Behandlung werden definiert, wobei die Notwendigkeit des am wenigsten einschränkenden Settings, nämlich der ambulanten Behandlung, wo immer möglich betont wird.

Jede qualitativ gute Behandlung sollte altersentsprechend, leicht zugänglich auf regionaler Ebene und finanziert durch die öffentliche Gesundheitsversorgung sein. Die PatientInnen-Rechte müssen gewahrt werden und Angehörige sind in die Behandlung einzubeziehen.

 

Folgende Notwendigkeiten werden betont:

  • spezialisierte und interdisziplinäre Weiterbildung psychosozialer Berufe für die Behandlung von Essstörungen
  • Entwicklung effektiver Präventionsprogramme
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Zusammenarbeit mit den Medien zur Entstigmatisierung von Essstörungen
  • Änderung des gesellschaftlichen Schlankheitswahns
  • Akzeptierung der natürlichen Vielfalt von Körperformen  

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