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Vorbeugung

10 Dinge, die Eltern tun können, um Essstörungen bei ihren Kindern vorzubeugen

1. Überlegen Sie sich, welche (innere) Einstellung Sie zu Ihrem eigenen Körper haben und wie diese Vorstellungen von den Themen Körpergewicht und Sexualität beeinflusst werden.
2. Sprechen Sie mit Ihren Kindern über:
  • die genetische Vielfältigkeit beim Menschen (Aussehen, (Kleider)Größe,..)
  • die Auswirkungen von Vorurteilen und Voreingenommenheit gegenüber anderen Menschen.
Bemühen Sie sich, Ihren Kindern eine positive und „gesunde“ Lebenseinstellung zu vermitteln.
3. Denken Sie an die Träume und Ziele, die Sie für Ihre Kinder haben. Spielen darin Werte wie Schönheit und Aussehen, speziell für Mädchen, eine große Rolle?
Vermeiden Sie ein Verhalten, das den Kindern vermittelt, dass sie nur geliebt werden, wenn sie abnehmen, nicht so viel essen, ausschauen wie die mageren Models in der Werbung oder nur in kleine Konfektionsgrößen passen, etc.
Überlegen Sie, was Sie tun können, um Sticheleien und Kritik am Aussehen anderer zu verhindern. Denn genau das zeigt wieder das Bild vom "schlechten“ Dicksein und „guten“ Dünnsein.
4. Sprechen Sie mit Ihren Kindern über:
  • die Gefahr von Diäten
  • die Bedeutung von (gemäßigtem) Sport für die Gesundheit
  • die Wichtigkeit einer ausgewogenen Ernährung
Vermeiden Sie es, Ihre Nahrungsmittel einzustufen in gut/sicher/wenig oder kein Fett vs. schlecht/gefährlich/viel Fett.
Seien Sie ein Vorbild hinsichtlich bewusster Ernährung, Bewegung und Zufriedenheit mit sich selbst.
5.

Ermutigen Sie sich selbst zu Aktivitäten (wie Schwimmen, Sonnenbaden, Tanzen, etc.) auch wenn Sie dabei auf Ihre Figur aufmerksam gemacht werden.
Tragen Sie Kleidung in der Sie sich wohlfühlen und unterstreichen Sie dadurch Ihre ganz persönliche Note.
Machen Sie Sport aus Freude zur Bewegung und um sich gesund und fit zu fühlen. Durch angemessene, gesunde Bewegung setzten Sie Glücksgefühle frei.

6. Bewerten Sie die Menschen in Ihrer Umgebung nach ihrem Charakter & ihrer Liebenswürdigkeit und nicht nach ihrem Aussehen.
7. Die heutigen Medien vermitteln, dass dünne Menschen erfolgreich, stark und perfekt sind. Ihre Kinder sollen einerseits lernen, diese verfälschten Körperbilder abschätzen zu können und andererseits diesen unechten Idealen zu widerstehen!
8. Machen Sie Ihren Kindern bewusst, dass es auch zu deren Aufgabe zählt, Vorurteile gegenüber anderen Menschen (z.B. hinsichtlich des Körpergewichtes) abzubauen.
9. Ermutigen Sie Ihre Kinder dazu, sich in ihrem eigenen Körper wohl zu fühlen.
Machen Sie ihnen keine „Kalorien-Vorschriften“, außer wenn es aus medizinischen Gründen (z.B. Krankheiten) notwendig ist.
10. Tun Sie alles, damit Ihre Kinder den richtigen Zugang zu einem ausgeglichenen Selbstwertgefühl bekommen und sich selbst respektieren (körperlich, geistig und sozial).
Geben Sie den Mädchen sowie den Burschen das gleiche Maß an Möglichkeiten und Ermutigung.
Erwecken Sie bei Ihren Kindern nicht den Eindruck, dass Mädchen weniger wichtig bzw. anders sind als Jungs („nur Mädchen sind für die Hausarbeit und Kindererziehung zuständig).
Ein gutes Gespür für sich selbst und ein stabiles Selbstbewusstsein sind das beste Mittel gegen Schlankheitskuren und Essstörungen.

Aus einem Vortrag von Michael Levine, Ph.D., bei der 13.  National NEDO Conference, Columbus, OH, 3.  Oktober 1994. Übersetzt von  Christina Radl. www.nedic.ca

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