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Tipps für Angehörige

Erste Tipps für Eltern, FreundInnen und Verwandte

  • Den ersten wichtigen Schritt haben Sie soeben getan, Sie informieren sich über den richtigen Umgang mit Ihrer/m Angehörigen. Information trägt zum Verstehen der/s Betroffenen bei und Verständnis für die/den Betroffenen ist für die Krankheitsbewältigung eine wichtige Unterstützung.
  • Essstörungen können viele Ursachen haben. Der Heilungsprozess wird jedoch stärker gefördert, wenn Sie nach Lösungen suchen anstatt nach einer/m „Schuldigen“!
  • Ein offener Umgang mit der/m Betroffenen ist von enormer Bedeutung. Die Essstörung soll nicht tabuisiert werden. Am besten können Sie Ihrer/m Angehörigen helfen, indem Sie ihr/ihm sagen, dass Sie sich Sorgen machen und welche Veränderungen Ihnen aufgefallen sind.
  • Stellen Sie nicht Ihr ganzes Leben auf die Essstörung ein, es ist für die Betroffene / den Betroffenen eine Entlastung, wenn Sie sich gut um Ihre eigenen Bedürfnisse kümmern.
  • Zeigen Sie klar Ihre Grenzen, Sie müssen nicht alles verstehen oder erdulden.
  • Sagen Sie der/dem Betroffenen, dass Sie sich wünschen, dass sie/er sich in medizinische Behandlung begibt. Damit übergeben Sie auch die Verantwortung der/m Betroffenen. Das ist ein notwendiger Schritt.
  • Meist ist es für nahe stehende Menschen schwer auszuhalten, dass man so wenig tun kann, um der/m Betroffenen in der Bewältigung ihrer/seiner Krankheit zu helfen. Eine Essstörung zu bewältigen braucht viel Kraft und vor allem den Entschluss, dass man mit diesem krankhaften Essverhalten aufhören will.
  • Letztendlich soll die/der Betroffene mit Hilfe von Psychotherapie die Krankheit bewältigen.
  • Sehen Sie den Menschen als Ganzes, die Essstörung ist nur ein Teil der Persönlichkeit, es gibt auch andere Facetten, die gesehen werden möchten.

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